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Kleine Geste, große Wirkung: Die Geschichte des Mahalo

Dankbarkeit Mahalo Methoden Positive Psychologie

TL;DR: Mahalo die Dankbarkeitsmethode
Der Mahalo ist ein sichtbarer Wanderpokal für Dankbarkeit. Er macht Anerkennung konkret, lenkt Aufmerksamkeit auf Hilfsbereitschaft und bringt positive Geschichten ins Gespräch. Für mich zeigt er, wie kleine, wissenschaftlich fundierte Interventionen mit etwas Starthilfe über Jahre selbstständig in Unternehmen weiterwirken können.

Auch Mahalos müssen die Regeln der Arbeitssicherheit einhalten!

Die Fotos, die mich diese Woche erreichten, ließen mich gleich doppelt grinsen: Die beiden Mahalos sind schon seit Jahren unterwegs – und einer von ihnen steckt in einer Plastiktüte. Das sieht man nicht jeden Tag.

Steffen und Dominik haben mir Fotos von „ihren Mahalos“ geschickt. Steffen wurde morgens an seinem Arbeitsplatz vom Mahalo begrüßt.

MahaloSteffenSchaeffner
MahaloSteffenSchaeffner

Dominiks Fotos zeigen den dortigen Mahalo bei der iba AG in Fürth in einer Plastiktüte in der Elektronikfertigung und mit Ausblick in der Hardwareentwicklung. Die Plüschtiere wandern durch ihre Unternehmen und machen Dankbarkeit unter den Arbeitskollegen sichtbar. Scheint eine spannende Reise zu sein!

Mahalo-EM
Mahalo in der Statiktüte der Elektronikfertigung.
Der Mahalo bei IBA in der Hardwareabteilung geniesst den Ausblick.
Mahalo geniesst den Ausblick bei der iba AG.

Die Plastiktüte ist dabei mehr als ein Gimmick: Sie zeigt, wie selbstverständlich Menschen die Idee an ihren Arbeitskontext anpassen können.

Und ja, manche Methoden sind winzig, lassen sich leicht in den Alltag integrieren und funktionieren einfach weiter. Als ich 2013 erstmals einen Mahalo auf die Reise schickte, erreichte mich das Feedback nur vor Ort. Dass ein Plüschtier viele Jahre später an unterschiedlichen Orten noch zu einer besseren und angenehmeren Arbeitsumgebung beitragen würde, hätte ich damals nicht erwartet.

Genau das fasziniert mich an der Positiven Psychologie: Aus wissenschaftlichen Erkenntnissen können kleine, alltagstaugliche Interventionen entstehen. Mit etwas Starthilfe auf die Reise geschickt, wirken sie in unterschiedlichen Unternehmen selbstständig weiter.

Was ist ein Mahalo?

Wie kann ein Plüschtier im Arbeitskontext für bessere Laune und Zusammenarbeit sorgen?

Der Mahalo ist ein Wanderpokal – unabhängig davon, wie er aussieht –, der aus Dankbarkeit weitergereicht wird. Wem ich ihn wofür gebe, entscheide ich selbst.

Stefan: „Hey Gaby, vielen Dank für deinen Tipp bei der Excel-Formel, das hat mir echt geholfen. Dafür gebe ich dir den Mahalo. Viel Spaß damit!“

Gaby: „Oh danke, das ist ja nett.“

Idealerweise bleibt der Mahalo etwa eine Woche bei Gaby. In dieser Zeit sprechen Kollegen sie möglicherweise darauf an:

„Hey Gaby, warum ist der Mahalo gerade bei dir?“ „Weil ich Stefan einen kleinen Excel-Tipp gegeben habe.“

Danach gibt Gaby den Wanderpokal weiter und die Reise beginnt von Neuem.

Wichtig ist, dass der Dank konkret wird – etwa für einen Kaffee, einen Witz oder einen hilfreichen Excel-Tipp.

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Wie funktioniert der Mahalo?

Der Mahalo macht implizite Dankbarkeit explizit. So wird es selbstverständlicher, der eigenen Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen. Das kann beim Empfänger das Gefühl stärken, wertgeschätzt und gesehen zu werden – und damit die Zusammenarbeit erleichtern. Der Zusammenhang zwischen ausgesprochenem Dank, sozialer Wertschätzung und weiterer Hilfsbereitschaft ist gut belegt. ⁠Grant & Gino, 2010

Für den neuen Besitzer wechselt die Perspektive: Er sucht nach positiven Beiträgen, für die er den Mahalo weitergeben kann. Dieser Suchauftrag kann die Aufmerksamkeit auf Hilfsbereitschaft, Kompetenzen und positive Ereignisse im Arbeitsalltag lenken.

Idealerweise ist der Wanderpokal auffällig und farbenfroh. Dadurch bleibt die Anerkennung sichtbar und die Figur lädt zu Fragen ein: „Warum steht der Mahalo gerade bei dir?“ So wird die Geschichte hinter der Weitergabe erneut erzählt und es entstehen Gespräche über Dankbarkeit, Kompetenzen und Hilfsbereitschaft.

Eine Podcastfolge mit Claudia Nottebrock zu (unter Anderem) dem Mahalo gibt es hier bei Positivwirkt.de.

Mahalo selbst auf die Reise schicken

Du möchtest die Methode ausprobieren? Weitere Beispiele gibt es hier bei Amcon und hier bei Oliver.

Dafür brauchst du nur eine auffällige Figur und meine kostenlose Mahalo-Begleitkarte. Sie erklärt auf Deutsch und Englisch, warum der Mahalo da ist und wie seine Reise weitergeht. Bitte kontaktiert mich gerne, wenn Euer Firmenlogo auch auf die Begleitkarte soll, das mache ich sehr gerne für Euch.

Mahalo_Begleitkarte
Mahalo_Begleitkarte

Wenn ihr einen Mahalo auf die Reise schickt, freue ich mich über ein Foto. Solche Bilder haben diesen Artikel ausgelöst.

Woher kommt die Idee?

Shawn Achor berichtet in seinem wunderbaren Buch „The Happiness Advantage“ von einer Geschichte, die der Unternehmensberater Alexander Kjerulf über ein dänisches Autounternehmen erzählt: Dort wurde ein ähnlich funktionierender „Elefantenorden“ weitergegeben. Als ich 2013 bei der solute als Scrum Master tätig war, wollte ich die Idee selbst ausprobieren.

Mein Aha-Moment: Als der Wanderpokal bereits unterwegs war, verschickte eine Kollegin stattdessen ein Foto des Plüschtiers. Die Dankbarkeit wollte sich nicht aufhalten lassen. So wurde der Wanderpokal zu einem festen Bestandteil meiner Vorträge und Interventionen bei Kunden.

Später suchte ich nach einem eigenen Namen und fand den hawaiianischen Begriff „Mahalo“, der unter anderem „Danke“ bedeutet. Wunderschön.

Mit der Zeit entstanden in unterschiedlichen Unternehmen weitere Varianten: andere Figuren, Puppen und Namen – alle mit demselben Ziel, Dankbarkeit auszudrücken und damit Gutes zu tun.

Wirkung, die bleibt

Als Coach arbeite ich oft mit Menschen und Teams, die sich und ihre Umgebung verändern wollen. Ich sehe mich nicht als strahlenden Helden, der den Dämon besiegt und davonreitet. Wie beim Mahalo möchte ich das Umfeld verstehen, kleine Impulse setzen und das Team befähigen, seine Situation selbst zu verbessern. Gute Begleitung zeigt sich für mich daran, dass ein Team danach ohne mich weiterkommt.

Deshalb suche ich nach Ideen, Konzepten und Studien, die sich in den Alltag integrieren lassen. Auch der Mahalo war zunächst nur eine Idee aus einem Buch – eine, die, wie ich heute weiß, lange nachwirkt.

Ich bringe eine Außenperspektive, einen Methodenkoffer und Starthilfe mit, damit sich das Team langfristig selbst helfen kann. So gehen Erfolgsgeschichten weit über meine Begleitung hinaus weiter.

Wenn bei euch bereits ein Mahalo auf Wanderschaft ist, von dem ich noch nichts weiß, freue ich mich über einen Hinweis – gerne mit Foto.

Wenn ihr Fragen zum Mahalo habt oder herausfinden möchtet, wie Positive Psychologie eure Zusammenarbeit stärken kann, schreibt mir eine Mail. Gerne komme ich auch für einen Impulsvortrag zu euch.

Falls ihr auch einen Mahalo bei Euch am Start habt, oder ihr ähnliche Methoden einsetzt freue ich mich über einen Kommentar hier im Blog.

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