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Glas der Erlebnisse

Dankbarkeit Eltern Methoden Positive Psychologie Teams Tipps

TL;DR

Die Methode „Glas der Erlebnisse“ ist eine einfache Dankbarkeits- und Reflexionsmethode für Familien, Teams und Einzelpersonen. Über einen gewissen Zeitraum werden Erinnerungsstücke (Notizen, Tickets, Fotos, Symbole) gesammelt und dann in regelmäßigen Abständen gemeinsam (oder für sich) betrachtet. So werden schöne Momente in Erinnerung gerufen, wertgeschätzt und der Alltag bewusster wahrgenommen.

(Optional können auch Herausforderungen notiert werden – um später zu reflektieren, was daraus gelernt wurde.)

Glas der Erlebnisse

Was ist das Glas der Erlebnisse?

Das „Glas der Erlebnisse“ ist ein Ritual, bei dem wichtige, positive Momente nicht nur erlebt, sondern für die Reflexion festgehalten werden. So kann jede Person kleine Erinnerungstücke sammeln und in das Glas stecken:

  • – Eintrittskarten
  • – Notizzettel
  • – Postkarten
  • – Fotos
  • – usw.

Alles, was dich ein einen schönen oder besonderen Moment erinnert, darf in das Glas. Wenn die ganze Familie sammelt, sollte auch nicht bewertet werden. Wichtige Momente sind nun mal wichtig, selbst wenn sie aus der Perspektive des Erwachsenen möglicherweise unscheinbar sind. Sicherlich entsteht gerade aus den Kleinigkeiten der eine oder andere schöne Erinnerungsmoment oder Lacher.

Wie läuft das ab?

1.) Glas vorbereiten: Ein schönes Glas oder Behältnis, idealerweise durchsichtig, auswählen und aufstellen. Möglicherweise direkt Notizettel und Stifte bereitlegen.
2.) Erinnerungen sammeln: Immer wenn etwas Schönes oder Besonderes passiert, kommt ein Erinnerungsstück in das Glas. Ganz einfach und unkompliziert.
3.) Gemeinsam reflektieren: Zu einem vereinbarten Zeitpunkt trefft ihr Euch und schüttet die gesammelten Erinnerungsstücke auf den Tisch. Nehmt euch bewusst die Zeit über die Erinnerung, den Moment und die beteiligten Menschen zu sprechen und eurer Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen. Hört den Anderen aufmerksam zu und genießt die schönen Momente mit der erzählenden Person.
4.) Neu starten: Nach dem Sammeln ist vor dem Sammeln. Legt fest, wann ihr euch das nächste Mal zur Reflexion trefft und sammelt munter drauflos.

Wie wirkt das?

Der eigentliche Effekt entsteht nicht erst beim gemeinsamen Öffnen des Glases sondern davor: Sobald alle wissen, dass diese Momente später wieder auftauchen, verändert sich die Aufmerksamkeit im Alltag. Oft entsteht ein „Oh, das war schön, wie kann ich das in das Glas packen“ – Gedanke. Dadurch nehmen wir die Teamsituation, den Urlaub oder die Party mit Freunden bewusster wahr.

Gerade Kinder werden zu Sammlern und übernehmen große Verantwortung für die Schätze:“Darf ich diese Eintrittskarte später ins Glas stecken? Dann passe ich gut darauf auf!“

So wird sichtbar wie viele schöne Moment – große und kleine – unser Leben füllen.

Weitere Tipps

  • – Die Methode lässt sich super in Remote-Teams anwenden, in dem man auf einer Wikiseite, einem Fotoalbum usw. Punkte sammelt und dann bei Retrospektiven und Projektabschlüssen darauf zurückgreift.
  • – Stellt Euch vor ihr würdet eine Fotonachricht, Postkarte ode einen Anruf erhalten der etwa so klingt: „Hey, wir haben gerade unser Glas der Erinnerungen umgedreht und mussten gerade laut loslachen, als wir an die Geburtstagsparty bei Dir gedacht haben. Diese schöne Erinnerung wollte ich kurz mit dir teilen!“ Lasst eurer Dankbarkeit freien Lauf, das ist ansteckend und das ist gut so.
  • – Was passiert mit den Erinnerungsstücken? Das dürft ihr entscheiden. Einige werden nicht mehr gebraucht und einige wandern direkt in die persönliche Schatztruhe.
  • – Falls Ihr Übung mit Reflexion habt, könnt ihr auch Erinnerungsstücke an Probleme, Sorgen und Herausforderungen sammeln. Diese mit der Frage „Was habe ich daraus gelernt?“ zu betrachten hat eine eigene Magie. (Bitte nicht mit Kindern, da braucht es den Filter noch.)
  • – In modernen Zeiten kann das natürlich auch in einem geteilten Fotoalbum passieren, was ich allerdings nur empfehlen würde, wenn die beteiligten Personen normalerweise selten an einem Ort zusammenkommen. Sobald ein gemeinsamer Ort existiert, ist der haptischen, tastbaren Variante immer der Vorzug zu geben. Das bestimmte Gefühl der Eintrittskarte, der Tropfen Schweiss auf der Urkunde oder die zerknitterte, weitgereiste Notiz können sehr lebendige Erinnerungen wachrufen.
  • – Die Methode ist in meinem Buch „Positiv wirkt“ beschrieben. Falls du noch mehr solcher Methoden haben willst, gibt es das Buch beim Verlag oder im Buchhandel.

Rückmeldungen

Jana T. schrieb mir im Januar 2026 folgende Nachricht:
„Hey Armin, wir haben seit letztem Jahr ein Glasgefäß  in dem wir schöne Erinnerungen gesammelt haben – all diese haben wir uns am Silvesterabend nochmal angeschaut und das Jahr Revue passieren lassen. Danke dir Armin! Dieses Vorgehen ist eine echte Hilfe dabei die schönen Momente im Leben zu bemerken und mehrfach zu durchleben <3“

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